Neun Stationen, engagierte Einsatzkräfte und viele spannende Einblicke: Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 und 7 lernten die vielfältige Arbeit der Blaulichtorganisationen kennen.
Wie funktioniert ein Rettungseinsatz? Welche Aufgaben übernimmt die Feuerwehr bei einem Unglück? Und wie kann man selbst helfen, wenn ein Mensch plötzlich bewusstlos wird? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhielten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 und 7 beim ersten Katastrophenschutztag an der GrimmelshausenschuleRenchen am Dienstag, 13. Oktober 2026.
Von 8.20 bis 13.10 Uhr verwandelte sich das Schulgelände in einen abwechslungsreichen Lernort rund um Rettung, Hilfeleistung und Katastrophenschutz. Zahlreiche engagierte Einsatzkräfte verschiedener Blaulichtorganisationen waren vor Ort, um ihre Arbeit vorzustellen, wichtige Informationen weiterzugeben und den Jugendlichen einen Einblick in ihre vielfältigen Aufgaben zu ermöglichen.
Mit dabei waren die Feuerwehr Renchen, das DRK Renchen, die MediAmbulanz Renchen, das DRK Appenweier, die Drohnenstaffel, die Motorradstaffel und die Rettungsrobotik des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) Karlsruhe sowie die DLRG Achern.
Neun Stationen – viele spannende Einblicke
An insgesamt neun Stationen konnten die Schülerinnen und Schüler die unterschiedlichen Bereiche des Bevölkerungsschutzes kennenlernen. Dabei ging es nicht nur darum, zuzuschauen, sondern auch darum, Fragen zu stellen, Geräte und Ausrüstung kennenzulernen und die Arbeit der Einsatzkräfte besser zu verstehen.
Der Rettungsdienst vermittelte Einblicke in die medizinische Versorgung von Verletzten, während die Feuerwehr ihre wichtige Arbeit bei Bränden und anderen Notlagen vorstellte. An den Stationen des DRK erfuhren die Jugendlichen mehr über Betreuungsaufgaben und Erste Hilfe im Notfall.
Besonders beeindruckend waren auch die technischen Möglichkeiten der ASB-Drohnenstaffel und der Rettungsrobotik. Die Motorradstaffel zeigte, wie Einsatzkräfte auf zwei Rädern Unterstützung leisten können. Bei der DLRG standen die Aufgaben der Wasserrettung im Mittelpunkt.
Durch den Wechsel zwischen den Stationen erhielten die Jugendlichen einen vielseitigen Eindruck davon, wie unterschiedlich die Aufgaben der einzelnen Organisationen sind und wie wichtig das Zusammenspiel aller Beteiligten im Ernstfall ist.
Helfen kann jeder – Reanimation einfach erklärt
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Reanimationsstation, die gemeinsam mit dem Schulsanitätsdienst und dem DRK-Kreisverband Bühl-Achern gestaltet wurde. Hier lernten die Schülerinnen und Schüler die grundlegenden Schritte kennen, mit denen sie im Notfall Leben retten können.
Die Botschaft lautete: „Du kannst nichts falsch machen – außer nichts zu tun!“
Die Jugendlichen erfuhren, wie wichtig es ist, die Situation zu überprüfen, Hilfe zu holen, den Notruf 112 abzusetzen und bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand mit der Herzdruckmassage zu beginnen. Dabei wurde deutlich: Erste Hilfe ist keine Aufgabe, die ausschließlich Erwachsenen oder medizinischen Fachkräften vorbehalten ist. Auch junge Menschen können helfen und im entscheidenden Moment einen wichtigen Beitrag leisten.
Gleichzeitig wurde das Engagement des Schulsanitätsdienstes sichtbar, dessen Mitglieder sich an der Schule für andere einsetzen und Verantwortung übernehmen.
Lernen fürs Leben
Der Katastrophenschutztag zeigte eindrucksvoll, dass wichtige Inhalte nicht nur im Klassenzimmer vermittelt werden müssen. Durch die Begegnung mit den Einsatzkräften konnten die Schülerinnen und Schüler konkrete Erfahrungen sammeln und einen realistischen Eindruck davon gewinnen, was im Notfall zählt: Ruhe bewahren, aufmerksam handeln, Hilfe organisieren und sich aufeinander verlassen können.
Neben den fachlichen Informationen standen deshalb auch Werte wie Hilfsbereitschaft, Teamgeist, Verantwortungsbewusstsein und Zivilcourage im Mittelpunkt. Die Jugendlichen lernten, dass hinter jedem Einsatz Menschen stehen, die sich mit großem Engagement für die Sicherheit und das Wohl anderer einsetzen – häufig auch ehrenamtlich.
Ein Tag, der in Erinnerung bleibt
Der erste Katastrophenschutztag an der Grimmelshausenschule Renchen war eine wertvolle Gelegenheit, die Arbeit der Blaulichtorganisationen unmittelbar erlebbar zu machen und das Bewusstsein für den Bevölkerungsschutz zu stärken.
Ein solcher Aktionstag wäre ohne die Bereitschaft der beteiligten Organisationen, ihre Zeit, ihr Wissen und ihre Ausrüstung zur Verfügung zu stellen, nicht möglich gewesen. Ihnen allen gilt ein herzlicher Dank für ihr Engagement, die anschaulichen Einblicke und die Zeit, die sie sich für die Schülerinnen und Schüler genommen haben.
Der Tag machte deutlich: Katastrophenschutz geht uns alle an. Wer weiß, wie man sich in einer Notlage verhält und wie man anderen helfen kann, ist besser vorbereitet. Und manchmal beginnt Lebensrettung mit einem ganz einfachen Schritt: nicht wegzuschauen, sondern zu helfen.
Mein Tipp für die Veröffentlichung: Ergänze den Bericht nach Möglichkeit noch um ein bis zwei konkrete Eindrücke vom Tag – beispielsweise eine besonders begeisterte Reaktion der Schülerinnen und Schüler oder eine eindrucksvolle Vorführung. Das macht den Artikel persönlicher und für die Lokalzeitung noch lebendiger. Auch ein Gruppenfoto mit den beteiligten Organisationen wäre eine schöne Ergänzung.











